Baby Driver – Kopfhörer rein und losfahren!

Text by Laurii.

Wie beschreibt man am besten Baby Driver? Nun, man nimmt einen Mixer und packt folgende Sachen hinein: eine Prise Drive, Mad Max: Fury Road, Edgar Wrights vorherige Filme wie Hot Fuzz oder Scott Pilgrim vs. the World und besonders einen tollen Soundtrack! Am Ende hat man einen leckeren Smoothie mit dem Namen Baby Driver.

Aber erst einmal zur Story von Baby Driver. Baby (Ansel Elgort), ja wirklich Baby, ist ein grandioser Fahrer und nutzt seine Fahrkünste um seine Schulden bei Doc (Kevin Spacey) abzuzahlen. Er liefert nicht einfach so Pizza aus oder fährt Rennen, er bezahlt seine Schulden damit, dass er Fahrer bei verschiedenen Überfällen ist, die Doc geplant hat. Seine ständigen Begleiter sind iPods mit einer tollen Songauswahl, die für passende Stimmung bei Baby und auch beim Zuschauer sorgen.  Außerdem darf eine Liebesgeschichte nicht fehlen, denn Baby hat sich in die Kellnerin seines Lieblingsdiners verguckt – Debora. Sie möchten zusammen durchbrennen, einen Roadtrip durch die USA machen und nur Baby-Songs im Radio hören. Doch Docs kriminelle Machenschaften lassen die Träume der beiden zerplatzen.

Für mich ist die erste Szene des Films beschreibend für Baby Driver. Bei dieser wird der erste Banküberfall des Films gezeigt. Während Buddy (Jon Hamm), Darling (Eiza González) und Griff (Jon Bernthal) den eigentlichen Job erledigen, sitzt Baby im Auto startbereit mit seiner Musik. Mit einem tollen Anfangssong (Bellbottoms – The Jon Spencer Blues Explosion) und gut geschnittenen Szenen zwischen dem Banküberfall und der Lipsync-Einlage von Baby, gibt der Film dem Zuschauer schon das richtige Gefühl für die darauffolgende Verfolgungsjagd mit der Polizei. Der passende Einsatz zwischen Soundtrack und Schnitten gefiel mir auch schon in vorherigen Edgar Wright Filmen wie Scott Pilgrim vs. the World oder bei Shaun of the Dead. Die Kombination trägt maßgeblich zur Stimmung des Films bei und man wird mitgerissen, während man einen Überfall nach dem anderen miterlebt.

Besonders herausstellen möchte ich noch einmal den Cast des Films, der es schafft, dass man selbst bei den vermeintlich bösen und durchgeknallten Charakteren eine gewisse Sympathie aufbaut und genauso mit ihnen mitfiebert. Jeder Schauspieler spielt seinen Charakter auf den Punkt. Als Beispiel möchte ich hier Bats erwähnen, gespielt von Jamie Foxx. Er mag verrückt auf den Zuschauer wirken, doch durch einen gewissen Witz und Charme steht man doch teilweise auf seiner Seite.

Endlich ein Sommerfilm, der mich abseits von großen Franchises und Reboots begeistern konnte. Ich war bereits zweimal im Film und freue mich schon auf eine weitere Runde mit Baby und seinen Mitfahrern. Und wenn es ein Soundtrack geschafft hat, mich gleich dazu zu bewegen in den nächsten Elektrofachmarkt zu rennen und ihn mir zu kaufen, hat er alles richtig gemacht. Er läuft bei mir in Dauerschleife und ich hoffe auf eurem iPod demnächst auch.

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