Riverdale – Noch so eine Teen-Mystery-Drama-Serie

Text by Ronja.

Ein tragischer Tod, Familiengeheimnisse und ganz normale High School Probleme. So lässt sich wahrscheinlich ganz grob die erste Staffel der Serie Riverdale zusammenfassen, die lose auf den sogenannten Archie Comics basiert.
Vor knapp drei Wochen wurde die letzte Folge der ersten Staffel ausgestrahlt. Die zweite Staffel wird bereits gedreht und ist für nächstes Jahr (voraussichtliches Ende des Drehs im April 2018) angekündigt.

Alles beginnt mit dem Tod von Jason Blossom, Football-Spieler, Sohn einer der einflussreichsten Familien der Stadt, Zwillingsbruder von Cheryl Blossom, der selbsternannten Queen der Riverdale High.
Natürlich ist die ganze Stadt schockiert, aber als sich herausstellt, dass es sich bei dem Tod des Jungen doch nicht um einen Unfall handelt, zeigt sich, dass die Einwohner von Riverdale nicht alle so unschuldig sind, wie sie scheinen, sondern dunkle Geheimnisse hüten. So beginnen die Anschuldigungen und Intrigen, stets auf der Suche nach der Antwort auf die Frage, wer die Schuld an Jason Blossoms Tod trägt.

Die Serie begeistert vor allem jede Menge Teenager – kein Wunder, denn sie folgt einem allseits beliebten Charakter-Konzept:

  1. Jede Menge Drama sowie Eye-Candy jeden Alters und Geschlechts.
  2. Der eine besonders attraktive Typ, der natürlich alles kann.
  3. Sein bester Freund, der mysteriöse Außenseiter.
  4. Das brave Mädchen, das dem strengen Regiment der Eltern zu entkommen versucht.
  5. Der schwule beste Freund.
  6. Die Queen B, Anführerin der Cheerleader und ziemlich arrogant, aber natürlich eigentlich nur missverstanden.
  7. Die Neue, ehemalige Queen B, die versucht, ein besserer Mensch zu werden.

Auf den ersten Blick ist die Serie also ziemlich stereotypisch aufgebaut und ich muss zugeben, dass ich ein bisschen gebraucht habe, bis ich zugeben konnte, dass sie dennoch sehenswert ist.
Es ist nämlich nicht alles so vorhersehbar, wie die teilweise sehr klischeehaften Charaktere zunächst vermuten lassen. Unerwartete Wendungen und tragische Geheimnisse lassen den Zuschauer mitfiebern und geben der Serie den gewissen Suchtfaktor, der einen dazu bringt, doch immer weiter zu schauen.
Selbst wenn man sich stellenweise sehr über die ein oder andere Figur und ihr Verhalten aufregt, so bringt es doch zumindest reichlich Diskussionsstoff. Es wäre ja auch langweilig, wenn sich immer alle darüber einig wären, welche Charaktere toll sind und welche jeder hasst. Alle haben ihre Stärken und Schwächen und je nach eigener Persönlichkeit kann man sich gut mit manchen von ihnen identifizieren und gleichzeitig einen leidenschaftlichen Hass auf andere entwickeln.

Wer also Lust auf eine Mainstream-Serie mit überraschenden Wendungen und gutem Humor hat, sollte Riverdale definitiv eine Chance geben und nicht nach den ersten zwei Folgen aufgeben, denn es geht erst später richtig los.

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