Hidden Figures

Text by Reni.

Drei Frauen, die die Geschichte veränderten. Drei Frauen, die in den 60er Jahren ihre Spuren bei der NASA hinterlassen haben. Drei schwarze Frauen, die in einer Zeit des Umbruchs für ihre Träume kämpften. Diese Frauen heißen Dorothy Vaughan, Mary Jackson und Katherine Johnson und das Buch Hidden Figures von Margot Lee über ihr Leben wurde nun verfilmt und startete am 02. Februar bei uns in den Kinos.

Diese drei afroamerikanischen Frauen arbeiteten 1961 (in der Zeit, in der der Film spielt) als Computer in Röcken bei der NASA. Es war eine Zeit des Umschwungs, Martin Luther King hielt seine berühmten Reden, während Afroamerikaner immer noch als Menschen zweiter Klasse behandelt wurden. Schwarze mussten in abgetrennten Bereichen von Weißen arbeiten, es gab abgetrennte Wohnbezirke, abgeteilte Abteilungen in Bibliotheken und getrennte Sitzbereiche in Bussen. Doch es war auch die Zeit, in der Amerika und Russland sich einen Wettkampf um den Weltraum lieferten. Der Erste zu sein, seine Macht der Welt beweisen – dies charakterisierte die Spannungen im Kalten Krieg zwischen beiden Ländern.
Am 12. April 1961 schickte die UdSSR Juri Gagarin als ersten Menschen ins Weltall. Angespornt von diesem Ereignis versucht die NASA nachzuziehen, doch all ihre Versuche scheitern, ihre Berechnungen sind zu ungenau. Aus Mangel einer fähigen weißen Mathematikerin bekommt Katherine Johnson die Chance, ihr Können zu beweisen, und findet die Lösung. Erfolgreich berechnet sie die Flugbahn der Mercury-Redstone 3, die den ersten Amerikaner Alan Shepard am 05. Mai 1961 ins All transportiert und wieder sicher zurück. Später, wie man am Ende des Films erfährt, berechnete sie auch die Apollo II Mission (die erste Mondlandung) und wurde 2015 dafür mit der Medal of Freedom ausgezeichnet.
Zwischen den beiden Allflügen (der Film spielt in diesem Zeitraum) erkämpft sich Mary Jackson das Recht, an Abendschulkursen, die eigentlich nur für Weiße waren, teilzunehmen. Später wird sie die erste afroamerikanische Ingenieurin der NASA für Raumfahrt werden. Gleichzeitig erlernt Dorothy Vaughan autodidaktisch die Programmiersprache Fortran, um ihren Job und den ihrer Abteilungsmitarbeiterinnen zu sichern, als ein IBM bei der NASA installiert wird. Am Ende des Films wird sie Abteilungsleiterin der IBM-Abteilung und ist damit die erste Afroamerikanerin in einer solchen Position.

Dieser Film ist großartig geworden. Ehrlich zeigt er nicht nur die Lebenssituation farbiger Menschen zur damaligen Zeit in den USA, sondern auch die Courage, mit der alle drei Frauen für ihre Träume kämpfen, und mit welcher Stärke sie diese erreichen. Er beweist, dass es nicht auf die Hautfarbe der Menschen ankommt, wenn es um Leistung geht, sondern darauf, was man drauf hat und wie weit man bereit ist zu gehen. Die Hauptdarstellerinnen Taraji Henson (Katherine), Octavia Spencer (Dorothy) und Janelle Monáe (Mary) verkörpern diese drei Frauen charakterstark auf der Leinwand.
Meine besonderen Highlights waren einerseits Marys Anhörung vor Gericht, als sie sich die Erlaubnis einholt, an den Abendkursen teilzunehmen, andererseits die Szene, in der Al Harrison (gespielt von Kevin Costner) die Toilettentrennung auf dem NASA-Campus zwischen farbigen und weißen Toiletten abschafft, damit Katherine nicht jedes Mal 40 Minuten ihren Arbeitsplatz verlassen muss, die sie für den Weg zur einzigen Toilette für Farbige benötigt.

Dieser Film ist absolut zu empfehlen und es ist nicht verwunderlich, dass der Film für drei Oscars nominiert ist: Bester Film, Beste Nebendarstellerin (Octavia Spencer) und Bestes adaptiertes Drehbuch.

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