Arrival

Text by Eleonore.

Als extraterrestrische Raumschiffe auf der Erde landen, wird Linguistin Louise Banks (Amy Adams) vom amerikanischen Sicherheitsdienst einberufen, um die Sprache der Aliens zu entschlüsseln. Ihr gelingt der Durchbruch, doch ihre Erkenntnisse versetzen die Regierungen weltweit in Alarmbereitschaft.

Dieser Film, der so komplett ohne Action und Geballere auskommt, zeigt, wofür Kino gemacht wurde. Keine dramatische Kriegserklärung seitens blutrünstiger Aliens, gefolgt von einem apokalyptischen Abschlachten der menschlichen Rasse. Stattdessen ist Arrival ein äußerst sensibles, emotionales Porträt einer Linguistin, die sich plötzlich dem Unmöglichen, dem Unfassbaren gegenübersieht und es trotz allem schafft, nicht in Panik zu verfallen (obwohl sie durchaus das Recht dazu hätte). Immer offen und verständnisvoll versucht sie zu verstehen, bevor sie handelt und glaubt an die guten Absichten der Aliens.

Die epischen Bilder werden von der sphärischen Musik Jóhann Jóhanssons untermalt, die es schafft, im Zuschauer dasselbe mulmige Gefühl heraufzubeschwören, das Louise Banks haben muss, als sie sich das erste Mal den Aliens gegenübersieht.
Kaum ein Film schafft es, so gekonnt die Anspannung und Panik der allgemeinen Bevölkerung zu zeigen und es die Zuschauer spüren zu lassen, sie aber nicht in den Vordergrund zu rücken.

Bei Arrival stimmt einfach alles, vom Casting bis hin zum Schnitt. Alles in allem ein großartiger Film, der auf der Must-Watch-Liste 2017 eines jeden Kinoliebhabers stehen sollte!

Persönliche Highlights:

  • Louises Herangehensweise ans Entschlüsseln der Aliensprache (für Linguisten sehr spannend), sowie eine Reihe Fingerzeige auf linguistische Themen und Methoden, die einem Linguistik-Studenten nicht entgehen werden.
  • Jeremy Renner als feinfühliger Wissenschaftler Ian.

Übrigens ist dieser Film für 8 Oscars nominiert: bester Film, beste Regie, beste Kamera, bestes adaptiertes Drehbuch, bestes Szenenbild, bester Tonschnitt, beste Tonmischung und bester Schnitt.

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