Auslandskolumne – Oxford: Eine Zusammenfassung

Text by Ronja.

Home, (bitter)sweet Home – Deutschland hat mich wieder.
Drei Monate habe ich in Oxford verbracht und ein wenig traurig war ich schon, als ich mich von meinen neuen Freunden und Kommilitonen bei einem letzten gemeinsamen Essen (inklusive Secret Santa mit Büchern) verabschieden musste.
Aber persönliche Gefühle erst einmal beiseite, das Auslandssemester an der Oxford Brookes University war trotz des relativ kurzen Zeitraums eine absolut lohnenswerte Erfahrung.
Um euch jedoch nicht mit allzu viel Geschwärme darüber zu langweilen, wie toll es doch war, hier mein Semester im Überblick:

Wohnen
Gelebt habe ich während des Semesters in einer 6-Personen-WG im Wohnheim (sogenannte Student Halls). Ob nun absichtlich so zugeteilt oder nicht, in meinem Fall handelte es sich bei allen meinen Mitbewohnerinnen um Austauschstudenten. So bestand unsere Gemeinschaft aus zwei Australierinnen, einer Spanierin, einer US-Amerikanerin und zwei Deutschen.
Mir persönlich liegt das Leben in einer Wohngemeinschaft nicht so sehr – dafür habe ich doch einfach zu gerne meine Ruhe und eine saubere Küche. Allerdings ist es vor allem in der ersten Zeit unglaublich praktisch, um neue Leute kennenzulernen. Irgendwer kennt immer irgendwen, wo man abends hingehen könnte, und so hat man zumindest schnell eine ganze Reihe neuer Kontakte.
Da ich in der ersten Woche scheinbar nachts immer super dafür gesorgt habe, dass wir alle wieder sicher nach Hause kommen, hatte ich mir schnell den Spitznamen „Mum“ eingefangen. So schön es auch ist, so viel Vertrauen entgegengebracht zu bekommen und wertgeschätzt zu werden, mitten in der Nacht mit lauten Mum-Rufen geweckt zu werden und eine vollkommen hilflose Mitbewohnerin ins Bett zu bringen, darauf kann ich dann auf Dauer doch verzichten.

Studieren
Wie schon in meinem ersten Bericht (Auslandskolumne – Oxford: Freshers‘ Week) erwähnt, hatte ich den Eindruck, dass Brookes sich sehr gut um die Studenten kümmert. Auch im Laufe des Semesters hat sich dieser Eindruck nicht geändert, da die Dozenten und andere Mitarbeiter immer für Fragen offen waren.
Mein Stundenplan für Publishing Media war dank nur vier Modulen, die ich belegen musste, recht entspannt. Abgesehen von einer zweistündigen Vorlesung, bestanden alle Module jeweils aus einer etwa einstündigen Vorlesung und einem einstündigen Seminar in kleineren Gruppen im Anschluss. Diese kleineren Seminargruppen wurden unter den verschiedenen Dozenten aufgeteilt, denn jedes Modul wurde von mehreren Rednern geleitet. So waren in den Seminaren in Gruppen von gut zehn Leuten tatsächlich angeregte Diskussionen möglich und das Studium bestand weniger aus reinem Zuhören und Mitschreiben in Vorlesungen.
Auch prüfungsmäßig durfte ich mich für mein Semester in Oxford einmal komplett umstellen, denn ich hatte keine einzige Prüfung im eigentlichen Sinn, wie wir sie an der HTWK kennen. Stattdessen setzen sich meine Noten aus verschiedenen Leistungen zusammen, die ich größtenteils schon im Laufe des Semesters und nicht erst am Ende erbracht habe. Dazu gehörten vor allem Gruppenpräsentationen und relativ kurze Hausarbeiten, jedoch in einem Fall auch das wöchentliche Verfassen von Kommentaren in einem Online-Forum zu einem Kapitel, dass in der jeweiligen Woche gelesen werden sollte.

Freizeit
Bei der Freizeitgestaltung in Oxford können vor allem die vielen verschiedenen Societies der Uni hilfreich sein. Ob nun Cocktails mixen, Poledance oder einfach Fußball spielen, für fast jedes Hobby gibt es an der Oxford Brookes University eine Gruppe, der man sich anschließen kann.
Für ausländische Studenten gibt es zudem fast jedes Wochenende organisierte Tagesausflüge in andere Teile Englands, die absolut lohnenswert sein sollen, um das Land und einige Sehenswürdigkeiten besser kennenzulernen. Doch für Interessierte gibt es natürlich auch in Oxford selbst einiges anzuschauen – seien es verschiedene Museen, Kirchen, der botanische Garten, die Colleges der Oxford University oder diverse Harry Potter Schauplätze und Inspirationen für Alice im Wunderland.
Des Weiteren gestaltet sich auch ein Trip nach London mit nur knapp zwei Stunden im Bus und günstigen £10 für Hin- und Rückfahrt für Studenten sehr einfach.

Alles in allem war mir das Semester eigentlich viel zu kurz, weswegen ich der Rückkehr nach Hause mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegengesehen habe. Jedem, der sich vorstellen kann, ein Auslandssemester einzulegen, kann ich nur empfehlen, es durchzuziehen und für HTWK Studenten scheint mir die Partneruniversität Oxford Brookes perfekt zu sein.

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2 Gedanken zu „Auslandskolumne – Oxford: Eine Zusammenfassung

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