Tintenherz – Die schlechtesten Buchverfilmungen

Text by Sally.

Buchverfilmungen gibt es unzählige. Unter diesen jedoch wirklich gute zu entdecken, ist  vergleichbar mit der berühmten Suche nach der Nadel im Heuhaufen.
Deshalb haben wir uns das Gegenteil vorgenommen und die (unserer Meinung nach) richtig schlechten Mal genauer unter die Lupe genommen.

Cornelia Funkes Tintenherz ist hierbei ein Buch, das mir persönlich besonders am Herzen liegt. Sie schafft es darin uns in eine phantastische Welt zu entführen, in der Buchcharaktere lebendig werden, wir Magie hautnah miterleben und die Liebe zu Büchern auf jeder Seite deutlich wird.
So viel Potential diese bildgewaltige Erzählung in einen großartigen Film umzuwandeln. Warum ist dies nun also so gar nicht gelungen?

Es mag sein, dass Leute, die das Buch nicht gelesen haben,  in der Umsetzung einen schönen Familienfilm vorfinden. Doch ich fand darin nur eine Adaption, die dem Original einfach nicht gerecht wird. Den Charakteren fehlt es an Tiefe und auch ansonsten bleibt der Film eher flach und farblos, wenn er nicht gerade mit Special Effects  vollgestopft ist.
Dass man sich auf Änderungen am Originalwerk einstellt, wenn man eine Buchverfilmung ansieht, ist jawohl selbstredend. In diesem Fall waren diese jedoch unnötig und nicht nachvollziehbar. Der Schluss beispielsweise wurde nahezu komplett geändert. So stolpert der Film über die teils löchrige Handlung und schafft es in keinem Fall einen Spannungsaufbau zu erzeugen.
Als wenn das nicht noch genug wäre, ist die Besetzung dem Gelingen des Films auch nicht weiter zuträglich. Vor allem Brendan Fraser, den Funke sich bereits beim Schreiben des Romans als den Buchbinder Mo vorstellte, wirkt als dieser oft teilnahmslos und gelangweilt.
Einzig Andy Serkis als der charismatische Bösewicht Capricorn, Helen Mirren als die mürrische Tante Elinor und Paul Bettany als Staubfinger schaffen es ihren Charakteren Leben einzuhauchen und den vorgegebenen Rollen gerecht zu werden.

Insgesamt wurde zwanghaft versucht den Film zu einer kurzweiligen Familienunterhaltung zu machen, was stellenweise auch gelingt, jedoch auf Kosten der Buchvorlage geht. Unglaublich viel wurde aus dieser abgeändert und somit eine Verfilmung kreiert, die nicht mal ansatzweise an die Tiefe und Lebhaftigkeit des Buches heranreicht.

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