WG im Wohnheim

Text by Elisa.

Eine Wohnung zu finden – egal in welcher Stadt – ist schon ein kleines Abenteuer. Und: erstens kommt es anders und zweitens als man denkt…

Zuerst hatte sich die Idee in meinem Kopf festgesetzt, mit einem Kumpel zusammen in eine WG in Leipzig zu ziehen. Wir stellten allerdings schnell fest, dass wir uns das Procedere einfacher vorgestellt hatten, als es tatsächlich war. Es klappte nicht so, wie wir das wollten und die Zeit rannte uns davon.
Möglichkeit Nummer zwei? Richtig, das Studentenwohnheim. Meine Vorstellungen waren ziemlich eindeutig. Ich wollte „ein schönes Zimmer“. Also habe ich mich hingesetzt und mir angeschaut, wie die Wohnheime ausgestattet sind und was die Umgebung zu bieten hat. Neben einem schönen Zimmer schwebte mir vor, mit mindestens drei weiteren Studenten zusammenzuziehen. Für den Fall, dass man mit einer Person nicht klar kommt, hat man die Chance, sich mit den anderen gut zu verstehen. Ich hatte das Glück ein Wohnheimzimmer besichtigen zu können, das ist nicht immer der Fall. Von dem Zimmer war ich allerdings nicht sehr begeistert. Ich hatte das Gefühl, wenn ich mich einmal nach vorn umfallen lasse, liege ich gleichzeitig auf dem Bett und dem Schreibtisch. Zum Glück gibt es aber unterschiedliche Zimmergrößen. Nach einigem Hin und Her bin ich schließlich (fast wie geplant) in einer 2er WG gelandet mit einer schönen Zimmergröße. Auch meine Mitbewohnerin hat mich positiv überrascht. Sie ist wirklich lieb, auch wenn wir nicht so viel Kontakt miteinander haben, wie es in einer WG möglich wäre. Ich denke, wer gern viel Kontakt mit seinen Mitbewohnern möchte, braucht entweder sehr viel Glück oder sollte sich vielleicht doch nach einer richtigen WG umschauen.
Dennoch bin ich sehr zufrieden mit dem Studentenwohnheim. Klar, gibt es Dinge, die in einer WG sicherlich besser sind, beispielsweise unbegrenztes Internet oder man muss nicht die Klebestreifen von dem Vorbesitzer von den Wänden kratzen oder überall Poster aufhängen, um unschöne Stellen zu verdecken. Auch zum Linoleumboden gibt es bestimmt hübschere Alternativen und als ich in der Küche die Chance bekam, einen Blick hinter den Herd zu werfen, bin ich fast umgekippt. Allerdings hat es auch einige Vorteile. Sobald etwas kaputt ist, reicht es eine Mail an den Hausmeister zu schreiben und in kürzester Zeit ist es wieder repariert. Die ganze Wohnung ist schon eingerichtet und man muss nicht ewig Möbel durch die Gegend tragen. Die Mieten sind studentenfreundlich und es kommen nicht plötzlich ungeahnte Nebenkosten auf einen zu. Man kann stundenlang duschen, die Heizung aufdrehen solange man will oder das Licht brennen lassen.

Es gibt sicherlich noch einige Vor- und Nachteile, die man nennen kann. Aber um es kurz zu machen, ich möchte nicht ewig in einem Studentenwohnheim wohnen, aber für den Übergang oder für die Zeit des Studiums ist es einfach eine prima Sache. Ich kann mich absolut nicht beklagen.

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