Jem and the Holograms

Text by Reni.

Das Internet ist heutzutage als Talenteschmiede nicht mehr wegzudenken – sei es für Autoren, für Technikgeeks oder aber für Musiker. Täglich werden hunderte von Musikvideos auf YouTube und Co. hochgeladen und ab und zu werden Plattenlabels auf diese Künstler aufmerksam und nehmen sie unter Vertrag.
Im April startete der Film „Jem and the Holograms“ in den deutschen Kinos. Dieser Film basiert auf der gleichnamigen Zeichentrickserie von Christy Marks, die in den 80er Jahren des letzten Jahrtausends ausgestrahlt wurde. Ich kenne diese Serie nicht, erwartet also bitte keine Vergleiche von mir.
Der Film handelt von Jerrica, die gemeinsam mit ihrer Schwester Kimber und zwei anderen Mädchen bei ihrer Tante lebt, seit ihre Eltern verstorben sind. In ihrem Zimmer nimmt die schüchterne Jerrica ein Video mit ihrer Musik auf – um nicht erkannt zu werden, trägt sie dabei eine pinke Langhaarperücke, einen Juwelen-Ohrring und nennt sich Jem. Ihre Schwester, die sie bei der Aufnahme belauscht hat, stellt dieses Video auf YouTube ein, wo es über Nacht zum Erfolg wird. Auch Erica Ramond, die Geschäftsführerin des Plattenlabels Starlight Records, wird dadurch auf Jerrica aufmerksam und bietet ihr einen Plattenvertrag an. Jerrica stimmt zu unter der Bedingung, dass ihre Schwester und ihre Freundinnen ihre Band bilden. Widerwillig erklärt sich Erica einverstanden und nimmt die Mädchen mit nach L.A., wo diese einige kleine und größere Konzerte geben – immer dabei: Jerricas kleiner Roboter, den ihr Vater konstruiert hat und der einige Überraschungen in Los Angeles für sie bereit hält.
Ich mochte den Film sehr. Die Musik des Films ist wirklich gut, doch vor allem gefiel mir die Geschichte rund um den kleinen Roboter und die damit verbundene Schnitzeljagd. Die Handlung rund um Erica und ihr Plattenlabel fand ich jedoch sehr flach und klischeehaft – mal wieder hat man es mit einem korrupten Plattenlabel zu tun und eine einzige Band schafft es, dessen Image zu ändern – das ist mir dann doch wieder zu amerikanisch. Auch die Romanze zwischen Jerrica und Ericas Sohn finde ich unnötig, aber ohne Liebesgeschichte funktionieren solche Filme ja anscheinend nicht… Diese Love-Story ist ebenso überflüssig wie die zwischen Banner und Black Window in Avengers 2 – auch ebenso dämlich konstruiert. Liebes Hollywood: Wir brauchen nicht in jedem guten Film eine Romanze!
Ansonsten ist der Film sehenswert und hat eine tolle Botschaft. Bei mir wird er auf jeden Fall bald ins DVD-Regal einziehen.

Titel: Jem and the Holograms
Regie: Jon M. Chu
Besetzung: Aubrey Peeples, Stefanie Scott, Aurora Perrineau, Hayley Kiyoko, Ryan Guzman

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