10. Lange Nacht der Computerspiele

Text by Niklas.

Am letzten Samstag verwandelte sich die HTWK in ein Paradies für alle Nerds, Geeks und Zocker. Auf drei Etagen lud die 10. Lange Nacht der Computerspiele mit Vorträgen, Turnieren und vielen Möglichkeiten zum selbst ausprobieren dazu ein, alles rund ums Hobby Videospiele zu feiern und zu entdecken. Natürlich durfte da auch das Nerd-Squad unseres Blogs nicht fehlen und so machten wir uns auf, um die Nacht ausnahmsweise vor einem anderen Bildschirm als dem eigenen zu verbringen.
Im Foyer unserer Hochschule begrüßten einige ikonische Ausstellungsobjekte die Besucher. Besonderes Highlight war für mich als alten Annoholic eine Vitrine mit Collector’s Editions aller bisherigen Teile der bekannten Aufbau-Serie.

Retro-Charme und Techno-Bits
Die schiere Menge an Angeboten, vom Brettspielabend in der Mensa über einen Rennwagen-Simulator bis hin zur Fußball-Weltmeisterschaft der Roboter war überwältigend. Das sahen auch die zahlreichen Besucher so. Bis nach Mitternacht waren die Gänge verstopft mit Menschen und um einen Platz an den begehrten Testrechnern zu ergattern, waren fast überall Geduld und gutes Stehvermögen nötig. Mit solch einer großen Resonanz hatten wir und die meisten anderen nicht gerechnet, aber umso erlebnisreicher wurde die Nacht.
Zunächst saßen wir am schalterübersähten Board einer Mech-Simulation und bissen uns die Zähne aus beim Versuch, den tonnenschweren Kampfkoloss zum Laufen zu bewegen. Danach führte uns der Geschäftsführer von Handygames in einem inspirierenden Vortrag in die Welt des Mobile-Gamings ein, gefolgt von einem Steakbrötchen. Das Team des FSR Medien versorgte unermüdlich grillend alle Besucher mit fantastischer Fleischware, sodass wir dann frisch gestärkt die Performance von Lando und Tronimal genießen konnten. Diese beiden sehr speziellen DJ‘s mixen ihre Musik auf Gameboys und machen so auch einen gewöhnlichen Dancefloor für Zocker bewohnbar.
Als nächstes wurde wieder durch die Gänge geschlendert. Wir entdeckten den Prototypen eines Gerätes, auf dem sämtliche Arcade-Klassiker der 80er und 90er Jahre aufgespielt waren, ließen uns bei einem StarCraft II-Turnier mit ominösen Fachbegriffen bombardieren und kontrollierten, ob Leipzig im Trucker-Simulator auch der Realität entspricht (ja, annähernd). Mit ein wenig Plants vs. Zombies klang der Abend aus und hinterließ einen äußerst positiven Eindruck bei uns.

Level erfolgreich gemeistert
Trotz des großen Andrangs gab es keine organisatorischen Probleme, die Atmosphäre war stets von entspannter Fröhlichkeit. Für Familien war die Veranstaltung ebenfalls sehr zugänglich, auf den Testrechnern liefen auch kindgerechte Spiele und allein durch die riesige Vielfalt des Angebots war für jeden etwas dabei. Die Vorträge waren durchgängig sehr fundiert, aber nie langweilig, während die zahlreichen Details am Rande digitales Flair verbreiteten. Ob verrückte Platinen-Schrauber, hübsche E-Sportlerinnen oder der infizierte Nachwuchs zockender Eltern, alle Arten von Besuchern bevölkerten das Gelände. Sie zeigten, dass unsere Szene längst keine Nische für Kellerkinder mehr ist, sondern vielfältig, freundlich und ideenreich. Auch nächstes Jahr wird die Lange Nacht der Computerspiele ein Pflichttermin für alle Leipziger sein, die der Faszination der Bilschirmwelten verfallen sind.

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