Bücher für Fantasy-Fans

Text by Inge.

Muss Fantasy immer im Pseudo-Mittelalter spielen und „Herr der Ringe“ nacheifern? Nein, sagen manche Autoren, und lassen fantastische Wesen in modernen Großstädten herumjagen und die Helden in Nobelkarossen umherfahren. Urban Fantasy nennt sich das und in den letzten Jahren gab es immer wieder interessante Werke.
Zwei Beispiele möchte ich heute hier vorstellen, eine deutsche und eine englische Buchreihe – mit Urban Fantasy von Leipzig bis nach London!

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Die Kinder des Judas
Tja, die Vampirromane – seit Bella und Edward wurden sie von mir eher stiefmütterlich betrachtet. Jedoch hat Markus Heitz seine Vampire nicht zu Glitzerwesen verkommen lassen und Sia, die Protagonistin dieses Buches, ist genauso düster wie ihre Vergangenheit. Dabei versteht Heitz es sehr gut, dem Leser häppchenweise die Geschichte von Sia zuzuspielen, indem er zwischen zwei Zeitebenen hin und her springt, dem Leipzig im Jahr 2007 und einem kleinen serbischen Dorf im späten 17. Jahrhundert. Sia arbeitet so ihr „Leben“ als Vampirin auf, während sie in der Gegenwart eher menschlichen Problemen begegnet (die durch ihr langes Leben aber etwas komplizierter ausfallen).
Heitz verbindet dabei sehr geschickt reale geschichtliche Ereignisse mit zahlreichen Sagen und Mythen um Vampire und lässt ein großes Universum entstehen, in dem man als Leser nur zu gerne eintaucht. „Die Kinder des Judas“ ist aber nur ein Teil der Heitz’schen Welt um Vampire, Werwölfe und Co. Es besteht akute Suchtgefahr!

Autor: Markus Heitz
Titel: Die Kinder des Judas
Verlag: Knaur

 

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Die Flüsse von London
Dieses Buch bzw. diese Buchreihe habe ich schon des Öfteren falsch einsortiert gesehen, denn es ist sowohl Krimi als auch Fantasy: Ein fantastischer Krimi eben.
Der junge Londoner Police Constable Peter Grant stolpert in einen wortwörtlich magischen Kriminalfall hinein, wird zum Zauberlehrling des mysteriösen Thomas Nightingale und kommt von diesem Moment an kaum zur Ruhe. Uralte Flussgötter, geschwätzige Geister, lebensgefährliche Zaubersprüche und Überreste vom zweiten Weltkrieg, in dem auch Zauberer kämpften…
Aaronovitchs Schreibstil ist voller Spannung, Action und ausgefeiltem Humor, der besonders anglophilen Lesern gefallen sollte. Das erste Buch ist dabei allerdings nur der Auftakt für eine grandiose Reihe um die Erlebnisse von Peter Grant, in der er auf immer makaberer wirkende fantastische Wesen trifft und natürlich auch seinem persönlichen Moriarty gegenüber tritt, denn was wäre eine britische Krimiserie auch ohne einen Napoleon des magischen Verbrechens?
„Die Flüsse von London“ ist auf jeden Fall ein packendes Buch, das einen von der ersten Seite an beeindruckt und Hunger auf mehr macht.

Autor: Ben Aaronovitch
Titel: Die Flüsse von London
Verlag: dtv

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