4 Tage Leseinsel Fantasy

Text by Reni.

Seit der Buchmesse 2015 arbeite ich als Teil des Messeteams auf der Leipziger Buchmesse. Neben Tätigkeiten wie Einlasskontrolle, Kasse oder Servicekraft an den Infocountern, bietet die Messe auch den Job als Forenbetreuer. Dabei betreut man eins der Foren, in denen Lesungen oder Podiumsdiskussionen und Präsentationen gehalten werden. Im Detail bedeutet das, dass ich für die Technik an meinem Forum verantwortlich bin, den Vortragenden (Autoren, Moderatoren, etc.) Wasser anbiete und abends mein Forum vom Müll des Tages befreie (oder tagsüber, je nach Verschmutzungsgrad).
Dieses Jahr war ich zum zweiten Mal an der Leseinsel Fantasy eingesetzt. Das Besondere an diesem Forum ist der angeschlossene Signierbereich, welcher von der WerkZeugs Kreativ AG mitbetreut wird, sowie die einfache Ausstattung der Leseinsel – standardmäßig gibt es hier nur Mikrophone, andere technische Geräte müssen extra von den jeweiligen Benutzern hinzugedacht werden. Als ich 2007 das erste Mal die Buchmesse besuchte, war die Leseinsel Fantasy gerade mal ein Drittel so groß wie heute. Bei beliebten Autoren passen mittlerweile um die 600 Personen auf die Insel – eine Spitzenzahl, die regelmäßig an Samstagen erreicht wird. Ich persönlich arbeite aber sehr gerne an diesem Forum, weil mich selbst auch die Lesungen, die hier gehalten werden, interessieren. Selbst als Besucher verbrachte ich fast meine gesamte Messezeit auf der Leseinsel Fantasy.

Nun aber zu meinen persönlichen Highlights der diesjährigen Leipziger Buchmesse:
Der Donnerstag ist erfahrungsgemäß immer ein ruhiger Tag (im Vergleich zum Wochenende), und je nach Lesungen zieht er sich oder vergeht recht schnell. Mein Highlight des Tages war die Lesung von Christian von Aster, der seinen neuen Kurzgeschichtenband „Allerfeinste Merkwürdigkeiten“ vorstellte. Ich mag seinen Humor, der sehr ironisch und oft auch satirisch ist, und viele seiner Geschichten sind bitterböse. Auch menschlich ist von Aster sehr sympathisch und auch deshalb einer meiner Lieblingsautoren auf der Leseinsel.
Um 17:00 wurde am Donnerstag dann zum fünften Mal der SERAPH von der Phantastischen Akademie verliehen (nachlesbar im Beitrag).

Der Freitag schien dieses Jahr nicht vergehen zu wollen und zog sich in die Länge. Interessant war die Lesung aus der „Amizaras Chronik“, aus der Tom Daut las (seine Lesungen gehören zu den Besten!), sowie die Lesung aus Christoph Hardebuschs neuem Roman „Feuerstimmen“, der gemeinsam mit der Band Van Canto auftrat, die seine Lesung gesanglich untermalten (acapella wohlgemerkt). Um 16:00 Uhr war der Amerikaner Peter V. Brett zu Gast, der zu seinem aktuellen Werk „Der Thron der Finsternis“ Fragen beantwortete.

Der Samstag war anstrengend – nicht wegen der Lesungen, sondern einfach wegen der Masse an Besuchern, die an diesem Tag durch die Hallen streifte. Bereits 11:00 Uhr mit der Lesung zu Michael Peinkofers Buch „Die Ehre der Orks“ saßen auf der Leseinsel 400 Leute, eine Masse an Zuhörern, die sich bis 12:00 Uhr zu Kai Meyers Lesung aus „Blutbuch“ (dem dritten Band seiner „Seiten der Welt“-Reihe) auf über 600 anwuchs und bis 16:30 Uhr kaum wegbewegte. Neben diesen beiden Autoren lasen auch Bettina Belitz („Die Diamant-Kriegersaga“), Ursula Poznanski („Layers“), Bernhard Hennen („Drachenelfen – Himmel in Flammen“), Wolfgang Hohlbein („Laurin“) und Markus Heitz („Drachengift“) an diesem Tag auf der Leseinsel Fantasy, also alle großen Autoren des deutschen Fantasy-Genres. Die Signierschlangen für diese Lesungen schienen ebenso wie das Publikum nicht schrumpfen zu wollen. Allein Bernhard Hennen signierte über drei Stunden für seine Fans und auch Kai Meyer saß lange im Signierbereich.

Der Sonntag startete etwas entspannter, wenn auch nicht weniger ereignisreich. Ab 11:00 Uhr lasen die Brüder Tom und Stephan Orgel aus ihrem Buch „Die Blausteinkriege“, am Nachmittag stellte Markus Heitz sein Buch „AERA – die Rückkehr der Götter“ vor. 14:30 Uhr lasen Stefanie Hasse und Mira Valentin aus ihren bei Im.press erschienenen Büchern vor, gefolgt von Christian von Aster, der sein Buch „Höllenherz: Eine eropoetische Diableske tragischer Natur“ vorstellte und dann, zu Freuden seiner Fans, spontan überzog, da die nachfolgende Lesung ausfiel. Zum Abschluss las Tom Daut aus seinem eigenen Buch „Anno Salvatio 423“.

So endete auch dieses Jahr wieder eine ereignisreiche Buchmesse mit vielen tollen Veranstaltungen. Ich freue mich schon aufs nächste Jahr und hoffe, dann wieder auf der Leseinsel Fantasy arbeiten zu dürfen.

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