Das erste Mal Leipziger Buchmesse

Text by Franzi.

Die Leipziger Buchmesse 2016 war für mich nicht nur die erste Buchmesse, sondern die erste Messe allgemein, die ich besucht habe. Wie ich diese vier Tage Bücherwahnsinn überstanden habe und was ich nächstes Mal besser machen werde, will ich hier er- und aufzählen.

Überpünktlich ist besser als pünktlich.
Fangen wir gleich am Anfang an. Wer in Leipzig wohnt, hat es mit der Anreise zur LBM um einiges einfacher. Ich habe glücklicherweise die Möglichkeit, direkt mit der Tram 16 zum Messegelände durchzufahren. Somit hatte ich früh immer einen Sitzplatz und konnte die Fahrzeit mit lesen verbringe. Natürlich blieb es nicht so gemütlich. Ab der Haltestelle Hauptbahnhof wurde es dann eng. Und mit eng meine ich, dass einem schon mal ein Cosplayer auf den Schoss fallen konnte, bzw. die Menschen so eng beieinander standen, dass dir jemand so von hinten in den Nacken atmet, wie man es nur aus Horrorfilmen kennt. Worauf will ich damit hinaus? Wenn es geht, dann reist bitte ca. eine halbe bis eine Stunde früher an. Die Straßenbahnen sind dann noch nicht so voll. Oder wenn es gar nicht geht, dann steigt bitte nicht erst Hauptbahnhof, sondern vielleicht schon am Augustusplatz in die 16, dann kommt ihr auch höchstwahrscheinlich noch in die Bahn rein.

Ein guter Drucker wäre eine gute Anschaffung gewesen.
Wenn man clever sein will, dann kauft man sich schon vor der Messe ein Online-Ticket. Schnell und einfach läd man sich die PDF-Datei herunter und druckt das ganze dann aus. Kein Problem! Oder? Falsch gedacht. Ich habe natürlich ein Online-Dauerticket gehabt, hab das schön ausgedruckt und wollte dann rein. Dazu muss man einen Strichcode auf dem Ticket einscannen lassen und dann darf man durch die Drehtür. Tja, leider war dieser Strichcode bei mir anscheinend nicht gut zu scannen. Also wurde ich zur Kasse geschickt, die mich dann zur Info geschickt hat. Dort traf ich dann all die anderen, denen es genauso ging. Die Tickets wurden neu ausgedruckt und dann klappte auch alles. An sich nicht so schlimm, aber es kostete Zeit und war schon etwas nervig. Nächstes Mal drucke ich im Copy-Shop aus.

Warum ist das hier so warm?
Ich wurde schon vor der Messe vor der Glashalle gewarnt. Wörter wie „Gewächshaus“ und „Sauna“ sind gefallen. Tja, das hat mich trotzdem nicht darauf vorbereitet wie extrem warm es da drin ist. Ich hatte natürlich meinen dicken Mantel an, denn draußen war es ja kalt. Drinnen habe ich mich gefühlt, als wäre ich mit Skianzug in den Tropen gelandet. Ich habe dann versucht, meinen Mantel über meine Tasche zu werfen, aber da ist er immer wieder runtergerutscht. Ich hätte natürlich meinen Mantel an der Garderobe abgeben können, aber dafür war ich zu stolz. Und ich wollte dafür nicht unnötig Geld ausgeben. Arme Studenten und so. Die Tage danach habe ich nur Strickjacke oder Pulli getragen, die ich dann auch in meine Tasche quetschen konnte. Draußen wäre ich zwar fast erfroren, aber drinnen war es angenehm.

Aua, meine Füße.
Ich bin vom Gymnasium gleich zum Studium gegangen. Ich bin das Stehen und Gehen auf lange Zeit nicht gewöhnt. Leider ist das genau das, was ich diese vier Tage auf der LBM getan habe. Natürlich hatte ich am ersten Tag meine Stiefel mit Absatz an, was meinen Füßen nicht wirklich geholfen hat. Ich bin auf flache Schuhe umgestiegen, aber mir taten die Füße natürlich immer noch weh. Für’s nächste Jahr sind schon Sneakers und Blasenpflaster eingeplant.

Aua, meine Schultern.
Und wir fahren fort mit meinem nächsten Wehwehchen. Ich habe keinen Rucksack, also hatte ich zur LBM immer meine Schultertasche dabei. Schon nach dem ersten Tag tat meine Schulter so weh, dass ich nicht richtig schlafen konnte. Rucksack wäre sicherlich besser gewesen.

Wo kommen die ganzen Menschen auf einmal her?
Donnerstag und Freitag waren wirklich toll auf der LBM. Man konnte in Ruhe Bücher, Mangas, Comics und Unmengen an Merchandise kaufen, Cosplays bewundern und sich die Shows ansehen. Dann kam der Samstag. Ich glaube, ich habe noch nie in meinem Leben so viele Menschen auf einem Haufen gesehen. Man muss wissen, dass ich ein ziemliches Problem mit großen Menschenmengen habe. Deshalb war für mich persönlich der Samstag einfach zu viel. Du konntest weder irgendetwas kaufen, noch dir ein Event anschauen, weil einfach überall Menschen standen. Du konntest dich teils wirklich nicht bewegen. Nächstes Jahr werde ich den Samstag wahrscheinlich auslassen. Ich kann wirklich nur empfehlen, wenn es möglich ist, sich Donnerstags oder Freitags frei zu nehmen, oder Sonntag zur LBM zu kommen. Es ist viel ruhiger und angehmer (also für mich). Außerdem ist Sonntag eh immer der Cosplay-Wettbewerb. Den muss man sich zumindest einmal angeschaut haben.

Oh mein Gott, sehen die cool aus!
Wo wir gerade bei Cosplay sind. Jeder hat sie schon Mal gesehen; Leute die sich als Figuren aus Mangas, Animes, Comics, Filmen, Büchern, etc. verkleiden. Wir haben auch einige von ihnen auf der LBM zum kurzen Interview gebeten, um mehr Licht auf diese Szene zu werfen. Für mich war es einfach so unglaublich, meine Lieblingscharaktere in den Hallen umher wandeln zu sehen. Und die Arbeit, die hinter den Sachen steckt. Oft kann man das auf den ersten Blick gar nicht erkennen. Als ich mir die Cosplayer angeschaut habe, hatte ich immer mehr Lust bekommen, selbst Cosplay zu machen. Wer weiß? Vielleicht gehe ich nächstes Jahr im vollen Kostüm zur LBM? Wenn ja, dann wird sicherlich zumindest ein Beitrag hier auf Buchstudent zu finden sein. Aber bis dahin ist ja noch Zeit.

Insgesamt war die Leipziger Buchmesse ein einzigartiges Erlebnis. Ich habe viele nette Menschen aus der Branche kennengelernt, ich habe viel mehr Bücher und Merch gekauft, als ich geplant hatte (aber man hat nie zu viele Bücher oder zu viel Merchandise) und ich hatte einfach eine tolle Zeit. Nächstes Jahr werde ich einiges besser machen und ich freue mich jetzt schon auf die LBM17.

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