And the Oscar goes to…

Text by Reni.

Leonardo DiCaprio hatte gedacht, dieser Tag würde nie kommen, und selbst wir hatten Wetten laufen, ob er erst für sein Lebenswerk oder doch Post Mortem ausgezeichnet werden würde. Gestern Nacht war es jedoch soweit und Leo durfte endlich seinen Oscar als Bester Hauptdarsteller entgegen nehmen bei den 88. Academy Awards. Ob nun für diese Rolle verdient oder nicht, darüber lässt sich streiten, seine Auszeichnung war aber nicht der einzige Höhepunkt der gestrigen Nacht. Doch von vorn:

ProSieben strahlte wieder einmal die Oscar-Verleihung aus, dieses Jahr mit ein paar Änderungen bei den Moderatoren. Wo uns die letzten Jahre noch ein gut vorbereiteter Steven Gätjen vom roten Teppich entgegenstrahlte und mit interessanten Fragen und Insider-Infos aufwartete, mussten wir dieses Jahr mit Annemarie Carpendale vorlieb nehmen, deren Gespächsthemen aus „How do you like Germany?“ und „What a gorgeous dress?“ bestanden. Allerdings kann die Themenbeschränkung natürlich auch den begrenzten Englischkenntnissen der Moderatorin geschuldet sein. Unterstützt wurde sie gestern Abend von den Fashion-Reportern Viviane Geppert, die ebenfalls die Sendung RED! moderiert, und Michael Michalsky, dem neuen Co-Moderator bei Germany’s next Topmodel. Man hätte sich diese zwei Stunden sparen können und einfach wie in den letzten Jahren nur die Interviews von abc übertragen sollen, die qualitativ und informativ einfach in einer andern Liga spielen.

02:35 begannen dann endlich die Oscars. Chris Rock, der 2005 das letzte Mal die Oscars präsentierte, sprach gleich zu Beginn in seinem Eröffnungsmonolog die fehlenden Nominierungen von Farbigen an, die schon seit Bekanntgabe für Furore gesorgt hatten. Mit vielen Spitzen gegen die Jury sowie Clips, wärmte er dieses Thema den gesamten Abend immer wieder auf, und auch die große Zahl an farbigen Präsentatoren unterstrich diese Kritik an der Academy.
Neu war dieses Jahr auch die Reihenfolge, in der die Oscars verliehen wurden. Diese sollte chronologisch der Produktion von Filmen folgen, beginnend mit dem Besten Originaldrehbuch und endend mit der Auszeichnung des Besten Films. Unterbrochen wurden die Verleihungen immer wieder durch die Präsentationen der nominierten Songs der Kategorie Bester Filmsong, darunter Sam Smith mit Writing’s on the Wall und Lady Gaga mit Til’ it Happens to you (spätestens bei dieser Performance hatten wir alle Tränen in den Augen). Das diesjährige In Memoriam begleitete Dave Grohl mit dem Beatles-Song Blackbird – 48 verstorbene Größen der Filmbranche betrauerte Hollywood dieses Mal, darunter Leonard Nimoy, Alan Rickman, Christopher Lee, James Horner und David Bowie.

Insgesamt wirkte die Show dieses Jahr frischer und moderner in ihrer Konzeption. Wir wünschen uns jedoch fürs nächste Jahr mehr Vielfalt unter den Nominierten.

Hier nochmal die Zusammenfassung der verliehenen Oscars (Reihenfolge Verleihung):

Bestes Originaldrehbuch: Spotlight
Bestes adaptiertes Drehbuch: The Big Short
Beste Nebendarstellerin: Alicia Vikander (Das dänische Mädchen)
Bestes Kostümdesign: Mad Max Fury Road
Bestes Szenenbild: Mad Max Fury Road
Bestes Make-up und beste Frisuren: Mad Max Fury Road
Beste Kamera: The Revenant
Bester Schnitt: Mad Max Fury Road
Bester Tonschnitt: Mad Max Fury Road
Bester Ton: Mad Max Fury Road
Beste visuelle Effekte: Ex Machina
Bester animierter Kurzfilm: Bear Story
Bester animierter Film: Alles steht Kopf (Inside out)
Bester Nebendarsteller: Mark Rylance (Bridge of Spies)
Bester Dokumentar-Kurzfilm: A Girl in the River: The Price of Forgiveness
Beste Dokumentation: Amy
Bester Kurzfilm: Stutterer
Bester fremdsprachiger Film: Son of Saul
Beste Filmmusik: The Hateful Eight
Bester Filmsong: Writing’s on the Wall (Sam Smith – Spectre)
Beste Regie: Alejandro G. Iñárritu (The Revenant)
Beste Hauptdarstellerin: Brie Larsen (Raum)
Bester Hauptdarsteller: Leonardo DiCaprio (The Revenant)
Bester Film: Spotlight

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