Cinderella (2015)

Text by Karo.

Jeder kennt sie. Die Geschichte über das Mädchen, das ihren Glasschuh verlor und zur Prinzessin wurde.

Nach dem großen Erfolg der Neuverfilmung von Dornröschen zum Live-Action Film („Maleficent“), haben die Walt Disney Studios wieder in der Klassiker-Kiste gekramt und einem weiteren alten Zeichentrickfilm neues Leben eingehaucht. Mit Cinderella konnten nicht nur Scharen von Kindern, sondern auch viele Erwachsene ins Kino gelockt werden, die mit der gleichnamigen Zeichentrickverfilmung von Disney aufgewachsen sind.
Als absoluter Fan von den alten Disney-Klassikern (und insbesondere Cinderella) hat es mich natürlich auch sofort dorthin gezogen und was soll ich sagen? Ich war begeistert, habe mir ein paar Alibi-Kinder geschnappt und ihn mir nochmals angeschaut. Und bin jetzt stolze Besitzerin der DVD.

Jetzt aber zum Film:

Klappentext
„Die junge Ella (Lily James) lebt nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrer Stiefmutter (Cate Blanchett) und deren Töchtern. Als sie von ihnen zur Dienerin degradiert und von allen ‚Cinderella‘ genannt wird, scheint für Ella alles verloren. Wäre da nicht die Erinnerung an ihre Mutter. Eines Tages trifft sie einen gutaussehenden Fremden – nicht ahnend, dass er der Prinz ist. Als der Hof alle jungen Frauen des Landes zum Ball einlädt, sieht Ella die Gelegenheit gekommen, ihn wiederzusehen. Mit Hilfe einer guten Fee (Helena Bonham Carter) und eines verzauberten Glasschuhs macht sie sich auf, um ihr Leben ein für alle Mal zu ändern.“

Kommt einem bekannt vor, oder? Wir alle kennen das Märchen von Cinderella, es wurde schon oft verfilmt und neu interpretiert, doch was diesen Film so besonders macht, ist nicht nur die Anlehnung an den Zeichentrickfilm von 1950, sondern auch die Anreicherung mit so vielen Hintergrundinformationen. Wir erfahren eine Menge darüber, wie Ellas Leben vor dem Tod ihrer Eltern war und auch viel über den Prinzen und die Beziehung, die er zu seinem Vater hat.Wir lernen ihn hier nicht nur als den Prinzen kennen, sondern als einen Menschen mit Stärken und Schwächen. Auch dem Charakter der „bösen Stiefmutter“ wird mehr Tiefe verliehen. Nun begreift man, wo ihre Bösartigkeit herkommt, wodurch sie aber nicht weniger grausam wird.

Desweiteren wird die Beziehung zwischen Ella und Prinz Kit, meiner Meinung nach, viel realistischer dargestellt als im Zeichentrickfilm. Sie lernen sich schon vor dem Ball in einem Wald kennen und können so ihre Beziehung auf dem Ball noch weiter vertiefen. Sie tanzen natürlich nicht nur Walzer, sondern führen auch viele Gespräche und lernen sich kennen. Es ist nicht mehr nur eine Prinz-rettet-Mädchen-Geschichte, sondern eine nachvollziehbare Liebesgeschichte.

In solchen dürfen schöne Kleider natürlich nicht fehlen. Das Ballkleid von Cinderella ist der wahr gewordene Traum eines jeden Mädchens, das auf ein bisschen Kitsch steht und keine eigenartige Abneigung gegen die Farbe blau hegt. Abgesehen von dem Ballkleid, sind Ellas Kleider aber eher bescheiden gehalten, was genau ihrem ruhigen Wesen entspricht. Man kann auch bei der Kostümwahl vieler anderer Figuren beobachten, dass diese perfekt auf deren Charakter abgestimmt sind. Besonders gut ist das, meiner Meinung nach, bei der Stiefmutter gelungen. Ihre Selbstkontrolle und Eleganz wird durch die stilvollen Kleider perfekt zum Ausdruck gebracht. Designerin Sandy Powell hat es geschafft, den Charakter der Personen so noch stärker zu betonen und damit die Oscar-Nominierung für das beste Kostümdesign definitiv verdient.

Mit Helena Bonham Carter, Stellan Skarsgård und Cate Blanchett sind die Nebenrollen erstklassig besetzt. Es ist geradezu unheimlich, wie gut Cate Blanchett die Stiefmutter spielt. Serienkenner werden Lily James (Downtown Abbey) und Richard Madden (Robb Stark in Game of Thrones) hoffentlich wiedererkannt haben. Die beiden werden übrigens ab Mai auf der Bühne als Romeo und Julia zu sehen sein.

Fazit: Cinderella ist ein Film mit starken Charakteren, tollen Schauspielern und einer Handlung, die mehr über die Figuren preisgibt, als bisherige Verfilmungen. Für jeden Disney-Fan also ein absolutes Muss.

Nominierungen für die Oscars 2016: Bestes Kostümdesign (Sandy Powell)

 

Deutscher Kinostart: 12.03.2015
Laufzeit: 1h 45min
Genre: Drama, Fantasy, Family
Regie/Drehbuch: Kenneth Branagh, Chris Weitz
Studio: Walt Disney Studios (USA)
Hauptbesetzung: Lily James (Ella), Richard Madden (Prinz Kit), Cate Blanchett (Lady Tremain), Helena Bonham Carter (Die Gute Fee), Stellan Skarsgård (Großherzog)

 

PS: Das nächste Disney Märchen, das als Realverfilmung herauskommen wird, ist „Die Schöne und das Biest“ mit unserer Lieblingshexe Emma Watson.

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