The Hateful Eight

Text by Laurii.

Der achte Tarantino Film ist endlich auch bei uns in den Kinos angelaufen. Ich musste ihn natürlich sofort am deutschen Release-Tag sehen. Kill Bill, Pulp Fiction, Inglourious Basterds und Django Unchained  haben mich zu seinem Tarantino-Fan gemacht. Ich liebe seine Art des Storytellings und sein Stil, den er seinen Filmen gibt. Ich habe mir zu The Hateful Eight keinen Trailer angeschaut, denn ich hatte Angst, wie bei fast allen Trailern, er würde mir zu viel verraten. Also bin ich mit kaum Vorahnung in den Film gegangen und war begeistert. Warum? Lest es in meiner Kritik.

Handlung:
Wer am Anfang denkt, dass ein weiterer Western von Tarantino langweilig wäre und sich zu sehr ähnelt mit Django Unchained hat sich getäuscht. The Hateful Eight nimmt sich das Westernsetting, aber erzählt eine andere Art von Geschichte.

 Am Anfang treffen wir den Kopfgeldjäger John Ruth (Kurt Russell) und seine Beute Daisy Domergue (Jennifer Jason Leigh), die auf den Weg nach Red Rock sind. Dort soll nämlich die wegen Mord beschuldigte Daisy an den Galgen gebracht werden.
Auf ihrer Reise durch die verschneiten Berge treffen sie auf Major Marquis Warren (Samuel L. Jackson), der das gleiche Ziel verfolgt, wie die beiden: Red Rock. Auch er ist Kopfgeldjäger und hat Leichen mit im Gepäck, denn er möchte seine Belohnung vom Sheriff der Stadt abholen. Nach kurzem Zögern nimmt John Ruth Major Warren und seine Fracht mit in seine Kutsche.
Doch ein Blizzard zieht auf und sie müssen Halt machen. Sie beschließen zu Minnies Miederwarenladen zu reiten und der Kutscher (James Parks) nimmt Kurs auf. Auf dem Weg zur Herberge treffen sie den neuen Sheriff von Red Rock Chris Mannix (Walton Goggins), der zu Fuß auf dem Weg zu seiner künftigen Arbeitsstätte ist, aber kaum Chancen hat, denn der Weg ist zu verschneit. Nach langem Betteln vom Sheriff nehmen sie ihn mit und kommen nach der eisigen Kutschfahrt endlich bei Minnies Miederwarenladen an. Dort treffen sie den Rest der Hateful Eight.

Direkt am Anfang bekommt man den Soundtrack von Ennio Morricone präsentiert, der übrigens für den Oscar nominiert ist. Die Musikstücke sind, wie in jedem Tarantino-Film,  super in den Film eingebettet und betonen die Stimmung.
The Hateful Eight ist eigentlich ein Kammerspiel im Western-Gewand, denn er spielt nur in der Natur und im Miederwarenladen. Der Film braucht auch nicht mehr, denn die Kulisse ist super eingerichtet und die Stimmung in der Unterkunft so dicht.
Ein kleiner Augenschmaus waren für mich die Kostüme, die mir direkt ins Auge gefallen sind, genauso wie die vereinzelten Landschaftsaufnahmen, die die verschneiten Berge der USA zeigen.
Die schauspielerische Leistung von jedem einzelnen war sehr gut und die Schauspieler haben sich metaphorisch an die Wand gespielt.

Der Film ist wieder in einzelnen Kapitel unterteilt, wie man es schon aus z.B. Kill Bill kennt. Die Story war konstant spannend und die Dialoge zwischen den Figuren sind wieder „Tarantinomäßig“ sehr gut geschrieben.
Von mir eine große Empfehlung für Western-, Kammerspiel- und Tarantinofans.

Genre: Western, Crime, Drama
Starttermin (Deutschland): 28.01.2016
Länge: 3 Stunden 17 Minuten
FSK: 16

Oscar-Nominierungen: Beste Nebendarstellerin (Jennifer Jason Leigh), Bester Soundtrack und Bester Kamera

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