Alles steht Kopf

Text by Ronja.

Da hat Disney Pixar es mal wieder geschafft, einen großen Erfolg zu erzielen.

Mit „Alles steht Kopf“ (Original: „Inside Out“) ist es gelungen, Millionen von Menschen weltweit in die Kinos zu locken. Der Film feierte seine Premiere am 18. Mai 2015 in Cannes und startete am 01. Oktober 2015 in den deutschen Kinos. Bereits mit dem Golden Globe als Bester Animationsfilm ausgezeichnet, ist er jetzt auch für den Oscar in den Kategorien Bester animierter Spielfilm und Bestes Originaldrehbuch nominiert.

In dem Film wird die Kindheit eines jungen Mädchens, Riley, dargestellt. Aber mal aus einer ganz anderen Perspektive. Fragt sich nicht jeder irgendwann, was eigentlich im eigenen oder im Kopf eines Anderen vorgeht? Genau das soll dieser Film zeigen. Oder zumindest eine Möglichkeit, wie es wohl ablaufen könnte…

In Rileys Kopf, in der Kommandozentrale, bedienen fünf Charaktere die Armaturen, die das Mädchen handeln lassen. Freude, Kummer, Angst, Wut und Ekel sind diejenigen, die dafür verantwortlich sind, wenn Riley ihren Brokkoli nicht essen will und deswegen rumbrüllt.

Das hätte ich früher mal wissen sollen, dann hätte ich meinen Eltern erzählen können: „Nein, tut mir leid, Ekel will nicht, dass ich das esse.“

Jede Handlung und Entscheidung erzeugt eine Erinnerungskugel, die je nach agierendem Gefühl unterschiedlich gefärbt ist. Rileys Kindheit ist überwiegend fröhlich und ihr Kopf deshalb gefüllt mit gelben, also glücklichen, Erinnerungskugeln. Manche davon sind besonders wichtig; die sogenannten Kernerinnerungen. Sie betreiben die Persönlichkeitsinseln, die den Charakter des Mädchens ausmachen.

Als Riley elf Jahre alt ist, muss die Familie auf einmal umziehen und lauter Enttäuschungen erwarten sie. Das Haus ist doof, der Umzugswagen kommt nicht an, Brokkoli auf der Pizza… Freude versucht, immer positiv zu bleiben, und muntert mit ihrer hyperaktiven Art und ihrer Fähigkeit, in jedem Rückschlag tolle neue Möglichkeiten zu sehen, alle auf. Doch dann nehmen die Katastrophen ihren Lauf. Kummer macht aus Versehen schöne Erinnerungen traurig, indem sie sie berührt, und eines Tages werden bei einem Streit zwischen den Gefühlen Freude, Kummer und alle Kernerinnerungen aus der Kommandozentrale und in das Langzeitgedächtnis gesaugt.

Während nacheinander alle Persönlichkeitsinseln zusammenbrechen, die doch von den Kernerinnerungen betrieben werden sollten, gilt es, schnell wieder in die Zentrale zurückzukommen und Riley wieder glücklich zu machen.

Ob und wie das gelingt, solltet ihr euch selber anschauen, denn dieser Animationsfilm ist sehenswert. Egal ob jung oder einfach nur junggeblieben, er bietet jede Menge lustige, aber auch rührende, Momente und zeigt, dass auch die traurigen Ereignisse im Leben uns ausmachen und uns etwas lehren können.

Mein persönlicher Lieblingscharakter ist Kummer. Sie hat mich während des ganzen Films mit ihrem unglaublichen Pessimismus immer wieder zum Lachen gebracht und ist mit ihrer traurigen Art einfach nur unbeschreiblich liebenswert.

Im Großen und Ganzen finde ich die Idee des Films toll, dass Entscheidungen eben nicht nur auf irgendwelchen elektrischen Impulsen im Gehirn beruhen, sondern von kleinen Gestalten gesteuert werden, die ihren Menschen lieben, sich um ihn sorgen und ihn beschützen wollen.

Definitiv lohnenswerter und niedlicher Spaß für Groß und Klein!

 

„Alles steht Kopf“ ist ab 11. Februar 2016 im Handel verfügbar und kann für 12,99€ auf DVD oder ab 17,99€ auf Blu-ray erworben werden (Thalia, Stand: 09.12.2016).

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